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Dein erstes Freebie als Freiberufler: So gewinnst du neue Kund:innen mit einem einfachen kostenlosen Angebot 🎁

Ich weiß noch genau, wie ich mein erstes Freebie erstellt habe. Es war eine simple Checkliste zum Thema „Was du vor deinem Website-Relaunch beachten solltest“. Kein Designpreis, kein komplizierter Funnel dahinter – aber es hat funktioniert. Plötzlich landeten neue Menschen auf meiner Seite, haben sich eingetragen, mir geschrieben. Und aus Downloads wurden Gespräche. Und aus Gesprächen? Aufträge.

Ein Freebie kann viel bewegen – wenn du es richtig angehst. In diesem Beitrag zeig ich dir, wie du ein einfaches, aber wirkungsvolles Freebie entwickelst, das wirklich passt – zu dir und zu deinen Wunschkund:innen.


Was ist ein Freebie überhaupt?

Ganz simpel gesagt: Ein Freebie ist ein kleines, kostenloses Angebot, das du online zur Verfügung stellst – meist im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse. Es kann ein PDF sein, ein Video, ein Mini-Kurs, eine Vorlage, eine Checkliste oder ein kurzer Guide.

Das Ziel? Mehrwert bieten – und Vertrauen aufbauen. Du zeigst, dass du Ahnung hast, dass du helfen kannst – und gibst deinen Interessent:innen einen Grund, mit dir in Kontakt zu bleiben.


Was macht ein gutes Freebie aus?

Ein gutes Freebie muss nicht groß sein. Es muss nicht perfekt designt sein. Es muss vor allem ein konkretes Problem lösen.

Das ist der Unterschied zwischen einem netten Giveaway und einem echten Conversion-Booster.

Wenn du z. B. als Texter:in arbeitest, kannst du ein Freebie anbieten wie:
„5 Formulierungen, mit denen du deine Angebotsseite überzeugender machst“.
Oder als Designer:in:
„Der Farben-Guide für dein erstes Business-Branding“.

Kurz, klar, direkt. Nicht „10 Seiten über Design“ – sondern ein Ergebnis, das greifbar ist.


Wie findest du dein Freebie-Thema?

Frag dich: Was fragen mich meine Kund:innen immer wieder?
Was erklär ich ständig?
Welche Fehler sehe ich oft bei meinen Wunschkund:innen?

Genau daraus kann ein perfektes Freebie entstehen. Es ist oft schon da – du musst es nur rausziehen und strukturieren.

Ich hab mein erstes Freebie aus einer E-Mail-Antwort entwickelt, die ich so oft geschrieben hab, dass ich sie irgendwann einfach als PDF aufbereitet habe 😅


Wie wird aus einem Download ein Kunde?

Ein Freebie ist kein Selbstzweck. Es soll Menschen in deine Welt holen. Deshalb ist es wichtig, dass nach dem Download etwas passiert:

Ein Willkommensmail. Eine kurze Vorstellung. Vielleicht eine Mini-Serie mit Tipps.
Oder einfach: ein freundliches „Meld dich, wenn du Fragen hast“.

Du musst keinen Marketing-Funnel mit 27 E-Mails bauen. Aber ein bisschen Beziehungspflege nach dem ersten Kontakt wirkt Wunder.


Tools für dein Freebie – keep it simple

Du brauchst kein teures System. Ein PDF kannst du mit Canva erstellen. Den Versand kannst du z. B. mit MailerLite, Brevo (ehemals Sendinblue) oder Mailchimp automatisieren. Und deine Landingpage? Die geht auch mit Notion, Carrd oder einfach als Unterseite auf deiner Website.

Fang klein an. Das Wichtigste ist, dass du startest. Dein erstes Freebie muss nicht perfekt sein – es muss hilfreich sein.


Ein gutes Freebie ist der Start in eine echte Kundenbeziehung

Wenn du dein Wissen teilst, ziehst du genau die Menschen an, die davon profitieren. Du musst dich nicht verbiegen, keine Rabatte raushauen, keinen Druck aufbauen.
Du gibst etwas – und bekommst Vertrauen zurück.
Und manchmal ist genau das der Anfang einer Zusammenarbeit, die du nie geplant hast.

Also: Welche Frage deiner Zielgruppe könntest du heute schon in ein kleines Freebie packen? Denk nicht zu groß. Denk einfach – und setz es um 😊

Bis bald – mit neuen Kontakten, mehr Sichtbarkeit und einem kostenlosen Türöffner, der wirkt
Dein Alex

 

Gute Referenzen schreiben lassen: So bekommst du Testimonials, die wirklich etwas bringen

Ich erinnere mich noch gut: Mein erster Auftrag war durch, der Kunde war happy, und ich dachte – cool, das war’s. Bis mir jemand sagte: „Frag ihn doch nach einer Referenz!“ Und ich so: „Oh. Stimmt.“
Heute weiß ich: Ein gutes Testimonial ist viel mehr als ein netter Satz auf der Website. Es ist echtes Vertrauen von echten Menschen – und genau das brauchen potenzielle Kund:innen, bevor sie dich buchen.

Aber wie kommst du an solche Referenzen? Und vor allem: Wie sorgst du dafür, dass sie nicht nur höflich, sondern überzeugend sind?


Warum Testimonials so mächtig sind

Wenn jemand Fremdes deine Leistung lobt, ist das für Außenstehende viel glaubwürdiger als jede Eigenwerbung. Du kannst noch so oft sagen, dass du zuverlässig, kreativ oder professionell bist – wenn das jemand anderes bestätigt, wirkt’s einfach ganz anders.
Und genau darum sind gute Kundenstimmen ein echter Booster – besonders, wenn du gerade am Anfang stehst oder dich in einem neuen Bereich positionieren willst.


Wann du nach einem Testimonial fragen solltest

Der perfekte Moment? Direkt nach Abschluss eines Projekts, wenn der oder die Kund:in noch im Flow ist und sich über das Ergebnis freut.

Ich schick dann meist einfach eine kurze Nachricht:
„Hey, es hat richtig Spaß gemacht mit dir! Wenn du magst, würde ich mich riesig über ein kleines Feedback freuen, das ich auf meiner Website verwenden darf. Ich kann dir auch gern ein paar Fragen schicken, falls das hilft.“

So bleibt es locker – aber mit klarem Ziel.

Wichtig: Mach’s so einfach wie möglich. Keine langen Mails, keine komplizierten Tools. Und vor allem: Gib eine kleine Struktur vor.


Die drei magischen Fragen für bessere Kundenstimmen

Viele Kunden wissen gar nicht, was sie schreiben sollen – also schreiben sie: „Die Zusammenarbeit war sehr angenehm. Gerne wieder.“ Nett, aber leider nutzlos.

Besser ist es, du leitest sie ein bisschen an. Zum Beispiel mit diesen drei Fragen:

  1. Was war deine Ausgangssituation / Herausforderung vor der Zusammenarbeit?
  2. Was hat dir an der Zusammenarbeit besonders gefallen?
  3. Was hat sich durch das Ergebnis für dich verändert?

Diese Struktur sorgt dafür, dass das Testimonial greifbar und relevant wird – statt einfach nur nett.


Wie du mit Referenzen umgehen solltest (und wie nicht)

Wenn du eine tolle Kundenstimme bekommst: Zeig sie! Aber nicht irgendwo im Footer versteckt.
Ich packe Testimonials gern direkt auf meine Angebotsseiten oder auf meine Startseite – möglichst nah an den Stellen, wo sich Menschen fragen: „Soll ich buchen oder nicht?“ Denn genau da hilft eine gute Referenz.

Und noch ein Tipp: Verwende am besten Name + Tätigkeit + ggf. Foto oder Logo – natürlich nur mit Erlaubnis. Das macht das Ganze greifbarer.

Was du nicht tun solltest: Fake-Zitate erfinden oder Feedback „umschreiben“. Authentizität schlägt immer Hochglanz.


Und wenn du noch keine Kunden hast?

Auch das ist kein Problem. Vielleicht hast du ein Projekt für eine:n Freund:in umgesetzt? Oder kostenlos etwas getestet, um zu üben? Dann frag trotzdem nach Feedback – und schreib ehrlich dazu, dass es ein Testprojekt war.

Glaub mir: Menschen kaufen dir eher ab, dass du lernbereit bist, als dass du schon alles kannst.


Kundenstimmen sind dein natürlichstes Marketing

Wenn du dir überlegst, was du selbst tust, bevor du etwas buchst oder kaufst – dann weißt du, wie wichtig echte Meinungen sind. Und das gilt auch für deine potenziellen Auftraggeber:innen.
Also: Trau dich, aktiv danach zu fragen. Mach es deinen Kund:innen leicht. Und nutze die Rückmeldungen nicht nur fürs Marketing, sondern auch zur Weiterentwicklung.
Ich hab durch Kundenfeedback schon mehrfach gemerkt, was mir gar nicht bewusst war: Wo meine Stärke wirklich liegt. Was besonders gut ankommt. Und was ich noch klarer kommunizieren darf.


Wenn du magst, erzähl ich dir im nächsten Beitrag, wie du ein kleines Freebie erstellst, das wirklich Leads bringt – ohne 30-seitiges PDF oder Funnel-Falle. Oder willst du lieber wissen, wie du regelmäßig Content erstellst, ohne ständig Ideen zu suchen?

 

Die perfekte Website für Freiberufler:innen: So wirst du gefunden – und gebucht

Ganz ehrlich? Ich hab meine erste Website monatelang vor mir hergeschoben. Ich dachte, das braucht man nur, wenn man richtig groß ist. Ich war ja „nur“ freiberuflich unterwegs. Kunden kamen über Empfehlungen, ein bisschen Instagram, vielleicht mal ein Post auf LinkedIn.
Aber irgendwann hab ich gemerkt: Wenn ich wachsen will, muss ich auch auffindbar sein. Und zwar nicht nur für die Leute, die mich schon kennen – sondern auch für die, die gerade ganz genau das suchen, was ich anbiete.

In diesem Beitrag zeig ich dir, was deine Website als Freiberufler wirklich braucht – und wie du sie so aufbaust, dass sie nicht nur gut aussieht, sondern auch wirklich funktioniert 💡


Deine Website ist kein Portfolio – sie ist dein digitales Büro

Viele Selbstständige denken bei ihrer Website zuerst an Design, Farben, Schriften. Klar, das ist wichtig. Aber viel wichtiger ist: Was passiert, wenn jemand auf deine Seite kommt?

Stellt sich der oder die Besuchende direkt die Frage: „Bin ich hier richtig?“
Versteht man, was du machst – und für wen?
Wird klar, wie man mit dir zusammenarbeiten kann?

Wenn du das hinbekommst, bist du schon weiter als 90 % deiner Mitbewerber:innen.

Denn am Ende ist deine Website wie ein Gespräch mit einem potenziellen Kunden – nur eben ohne dich. Und da sollte die Botschaft sitzen.


Was auf deiner Website auf keinen Fall fehlen darf

Du brauchst keine zwanzig Unterseiten und einen Online-Shop. Was du brauchst, ist Klarheit. Deshalb gehören ein paar Dinge unbedingt auf deine Seite:

Startseite mit klarem Nutzenversprechen: Sag sofort, was du anbietest – und für wen. Nicht „Ich bin Grafikdesignerin“, sondern: „Ich entwickle starke Markenauftritte für Coaches, die online sichtbar werden wollen.“

Über-mich-Seite mit Persönlichkeit: Menschen kaufen von Menschen. Zeig, wer du bist – aber denk dran: Es geht nicht nur um dich, sondern darum, warum gerade du die richtige Wahl für deine Kund:innen bist.

Leistungsseite mit konkretem Angebot: Was kann man bei dir buchen? Wie läuft das ab? Was kostet es ungefähr? Mach’s greifbar. Nichts ist abschreckender als vage Worte ohne Struktur.

Kontaktseite mit wenigen Klicks zur Anfrage: Kein Formular-Wirrwarr, keine verschwurbelten E-Mail-Adressen. Einfach, klar, direkt. Vielleicht sogar mit einem kleinen Kalender-Tool für ein Kennenlerngespräch.


SEO – kein Hexenwerk, sondern deine Chance

Ich weiß, viele bekommen bei dem Wort Suchmaschinenoptimierung Gänsehaut. Klingt technisch. Ist aber oft ganz simpel: Schreib so, wie deine Zielgruppe sucht.

Wenn du Webdesign für Yogalehrer:innen machst, dann sollte genau das auch auf deiner Seite stehen. Nicht „ganzheitliche digitale Markenidentitäten“, sondern: „Website für Yogalehrer:innen, die mehr Anfragen wollen“.

Nutze Begriffe, die wirklich jemand bei Google eingeben würde. Das ist oft schon die halbe Miete.

Und wenn du weitergehen willst: Schau dir Tools wie Ubersuggest, AnswerThePublic oder auch einfach die Google-Suche selbst an, um herauszufinden, was Menschen wirklich suchen.


Mein Tipp: Lieber schlicht, aber klar – als fancy und verwirrend

Ich hab schon viele Websites gesehen, die schick aussehen, aber null Ergebnis bringen. Und genauso viele, die auf den ersten Blick simpel sind – aber super durchdacht. Und genau die werden gebucht.

Du brauchst keinen Slider, kein Video-Intro und keinen One-Pager mit 30 Abschnitten.
Du brauchst eine Botschaft, einen klaren Ablauf – und die richtigen Worte zur richtigen Zeit.


Tools und Plattformen – womit du starten kannst

Wenn du’s dir selbst zutraust, kannst du mit Tools wie WordPress (z. B. mit Elementor), Webflow, Squarespace oder Wix sehr gute Ergebnisse erzielen.

Oder du holst dir jemanden, der dir die Struktur aufsetzt – und du pflegst den Rest selbst. Je nach Budget und Zeit ist beides möglich. Wichtig ist: Du brauchst nicht perfekt starten. Du musst nur sichtbar werden.

Ich selbst habe meine erste Website mit einem simplen WordPress-Template gebaut. Nicht schön, aber ehrlich. Und sie hat Aufträge gebracht. Darum geht’s.


Deine Website arbeitet für dich – rund um die Uhr

Stell dir vor, jemand sucht nach genau deinem Angebot. Es ist drei Uhr nachts. Und deine Website sagt: „Hi! Das biete ich. So läuft die Zusammenarbeit. Und hier kannst du direkt einen Termin buchen.“
Das ist nicht nur praktisch – das ist die beste Art von Marketing, die es gibt: ruhig, klar und immer erreichbar.

Wenn du dir beim Aufbau unsicher bist – melde dich gern. Ich hab einige dieser Seiten gebaut, verworfen, neu gemacht und optimiert. Vielleicht kann ich dir den ein oder anderen Stolperstein ersparen 😉

Bis bald – mit einer Website, die für dich spricht.


 

Welche Versicherungen brauchen Freiberufler wirklich? Und welche nicht?

Als ich mich selbstständig gemacht habe, war ich ehrlich gesagt komplett überfordert mit dem Thema Versicherung. Berufshaftpflicht? Betriebsausfall? Cyberversicherung? Krankenversicherung sowieso? Alles klang wichtig. Alles klang teuer. Und ich wollte vor allem eins: nicht unnötig Geld rausballern.

Heute – ein paar Jahre, ein paar Gespräche und leider auch eine fast teure Panne später – weiß ich:
Du brauchst nicht jede Versicherung. Aber du solltest genau wissen, welche für dein Business wirklich sinnvoll ist.

In diesem Beitrag nehm ich dich mit durch den Versicherungsdschungel – ehrlich, praxisnah und ohne Panikmache.


Krankenversicherung – Pflicht, klar. Aber welche?

Das ist die einzige Versicherung, die für alle Pflicht ist – auch für uns Selbstständige.

Du kannst dich gesetzlich oder privat versichern. Klingt simpel, ist es aber nicht.

Wenn du gerade erst startest, ist die gesetzliche Krankenkasse oft die bessere Wahl – sie ist planbarer, du zahlst einkommensabhängig und musst dich nicht um Zusatzleistungen kümmern.

Privat kann günstiger starten, wird aber mit der Zeit oft teurer – und wenn du mal raus willst, wird’s kompliziert.

Ich bin gesetzlich versichert und zahle meine Beiträge freiwillig (also direkt, ohne Arbeitgeberanteil). Wichtig: Vergiss die Meldung an deine Krankenkasse nicht, wenn du dich selbstständig machst. Und plane den Beitrag in deine Fixkosten ein – sonst kommt die erste Abbuchung schneller, als du „Rechnung“ sagen kannst.


Berufshaftpflicht – sinnvoller Schutz, wenn du für andere arbeitest

Wenn du Dienstleistungen anbietest – vor allem beratend, gestaltend oder entwickelnd – dann ist eine Berufshaftpflicht fast schon Pflicht (auch wenn’s nicht gesetzlich so geregelt ist).
Warum? Weil du nie ausschließen kannst, dass durch deine Arbeit ein Schaden entsteht.

Ein Beispiel: Du lieferst eine fehlerhafte Website, die einem Kunden Verluste einbringt. Oder du gibst eine falsche Beratung, die finanzielle Folgen hat. Selbst wenn du nicht schuld bist – im Streitfall brauchst du jemanden, der für dich einsteht.

Eine gute Berufshaftpflicht kostet dich vielleicht 15–30 € im Monat – aber sie kann dir im Ernstfall tausende Euro retten. Ich hab eine. Und ich hab besser geschlafen, seit ich sie abgeschlossen hab 😅


Betriebshaftpflicht – brauchst du das auch?

Nicht unbedingt. Die Betriebshaftpflicht schützt vor Sach- oder Personenschäden – also wenn z. B. jemand in deinem Büro über ein Kabel stolpert oder du bei einem Kundentermin etwas beschädigst.
Wenn du zu Hause arbeitest und selten Kund:innen empfängst, ist das Risiko eher gering. Aber wenn du z. B. ein Studio betreibst oder viel vor Ort bist, kann’s durchaus Sinn machen.


Berufsunfähigkeitsversicherung – komplex, aber wichtig

Keiner spricht gern darüber. Aber was passiert, wenn du durch Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kannst?

Als Freiberufler:in gibt’s kein Netz, keinen doppelten Boden. Du brauchst also einen Plan – und das kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sein.

Die Beiträge hängen stark von Alter, Gesundheitszustand und Tätigkeit ab. Es lohnt sich, sich früh darum zu kümmern – denn je jünger und fitter du bist, desto günstiger wird’s.

Ich geb zu: Ich hab mich auch lang gedrückt. Aber irgendwann hab ich verstanden: Wenn ich mein Einkommen absichern will, ist das einer der sinnvollsten Hebel.


Sonst noch was? Vielleicht – aber nicht für alle

Es gibt noch viele Spezialversicherungen:

  • Cyberversicherung für Online-Businesses
  • Rechtsschutz für Streitfälle
  • Inhaltsversicherung fürs Büro

Aber ganz ehrlich: Die brauchst du nicht zwingend von Anfang an. Schau erst mal, wie sich dein Business entwickelt. Und dann kannst du gezielt entscheiden, was du wirklich brauchst – und was eher „nice to have“ ist.


Absichern, aber nicht überversichern 💡

Versicherungen sollen dich nicht belasten – sie sollen dich entlasten, wenn’s drauf ankommt.

Deshalb mein Rat:

  • Hol dir professionelle Beratung (am besten von jemandem, der auf Selbstständige spezialisiert ist)
  • Lies das Kleingedruckte
  • Und schließ nur das ab, was du auch wirklich verstehst

Du musst nicht alle Risiken absichern. Aber die existenziellen – die solltest du ernst nehmen. Denn nichts ist schlimmer, als bei einem Problem plötzlich ganz allein dazustehen.


 

Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR): So funktioniert sie für Freiberufler ganz einfach

Als ich mich selbstständig gemacht habe, hatte ich von Buchhaltung ungefähr so viel Ahnung wie von Quantenphysik. Ich dachte: „Ich mach einfach meine Rechnungen, sammel die Belege – und dann wird das schon.“ Aber spätestens bei der ersten Steuererklärung kam die große Frage: Was genau ist eigentlich diese EÜR – und wie funktioniert sie?
Falls es dir ähnlich geht oder du gerade erst loslegst: Kein Stress. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie die Einnahmen-Überschuss-Rechnung funktioniert, warum sie für die meisten Freiberufler:innen Pflicht ist – und wie du sie einfach, übersichtlich und ohne Panik erledigst.


Was ist die EÜR – und wer muss sie machen?

Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (kurz: EÜR) ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Sie ist gedacht für Selbstständige, Freiberufler:innen und kleine Unternehmen, die nicht buchführungspflichtig sind – also keine Bilanz erstellen müssen.

Und das bist du ziemlich sicher, wenn du:

  • Freiberuflich tätig bist (z. B. als Texter:in, Designer:in, Coach etc.)
  • Weniger als 600.000 € Umsatz oder 60.000 € Gewinn im Jahr machst

Du siehst: Für die meisten Solo-Selbstständigen ist die EÜR genau das richtige Werkzeug.


Wie funktioniert die EÜR genau?

Eigentlich ist das Prinzip simpel: Du rechnest Einnahmen minus Ausgaben – und das Ergebnis ist dein Gewinn.

Einnahmen = Alles, was auf deinem Geschäftskonto eingeht (z. B. Honorare, Lizenzgebühren)
Ausgaben = Alles, was du fürs Business brauchst (z. B. Software, Website, Fortbildung, Werbung)

Was zählt, ist der Zahlungsfluss. Die EÜR arbeitet nach dem sogenannten Zufluss-Abfluss-Prinzip. Das bedeutet: Einnahmen und Ausgaben zählen in dem Moment, in dem Geld tatsächlich geflossen ist – nicht, wenn die Rechnung geschrieben oder erhalten wurde.

💡 Beispiel: Du schreibst am 20. Dezember eine Rechnung, die erst im Januar bezahlt wird? Dann gehört sie in die EÜR fürs neue Jahr.


Was musst du erfassen?

Du brauchst im Grunde nur zwei Dinge:

  1. Eine saubere Übersicht über alle Einnahmen und Ausgaben (idealerweise digital, z. B. mit einem Buchhaltungstool)
  2. Belege für jede Ausgabe – und zwar vollständig und nachvollziehbar

Du musst deine EÜR jährlich mit der Steuererklärung abgeben – und zwar in elektronischer Form über ELSTER oder via Steuerberater:in.

Viele Tools wie Lexoffice, sevDesk oder FastBill nehmen dir hier schon viel Arbeit ab und erstellen die EÜR automatisch – vorausgesetzt, du buchst sauber mit.


Was bringt dir die EÜR im Alltag?

Ich weiß, für viele ist die EÜR „nur ein Steuerding“. Aber ehrlich? Sie kann viel mehr sein – nämlich dein wichtigstes Business-Kontrollinstrument.

Wenn du regelmäßig reinschaust, siehst du:

  • Wie sich deine Einnahmen entwickeln
  • Wo deine größten Kostenfaktoren liegen
  • Ob du profitabel arbeitest – oder nur beschäftigt bist
  • Welche Monate besonders stark oder schwach sind

Und das gibt dir die Möglichkeit, frühzeitig gegenzusteuern, neue Angebote zu planen oder Rücklagen zu bilden.


Mein Tipp: Mach die EÜR nicht nur fürs Finanzamt – mach sie für dich

Ich nutze meine EÜR nicht nur am Jahresende, sondern monatlich als kleines Controlling. So sehe ich, ob ich im Plan bin – oder wo ich was optimieren kann. Und das gibt mir ein gutes Gefühl, weil ich nicht mehr ins Blaue arbeite, sondern auf Basis von echten Zahlen.

Früher hab ich’s gehasst. Heute mag ich’s sogar ein bisschen. Und das liegt nicht nur an den Tools – sondern daran, dass ich verstanden hab: Die EÜR zeigt mir, wo mein Business wirklich steht.


Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist dein Freund – nicht dein Feind 😉

Wenn du dir regelmäßig einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben verschaffst, ist die EÜR kein lästiges Steuerformular mehr, sondern ein starkes Tool für deine Selbstständigkeit. Und ganz ehrlich: Sobald du’s einmal durchblickt hast, ist es auch gar nicht mehr so wild.
Wenn du noch Fragen hast – oder wissen willst, wie du deine EÜR mit möglichst wenig Aufwand auf die Kette bekommst – schreib mir gern. Ich bin kein Steuerberater, aber ich weiß, wie’s sich in der Praxis wirklich anfühlt 😄

Bis bald – mit mehr Klarheit, weniger Zettelchaos und einem guten Gefühl beim Jahresabschluss.

 

Liquiditätsplanung für Freiberufler: So behältst du deine Finanzen im Griff

Wenn ich eins aus meinen ersten Jahren als Selbstständiger gelernt hab, dann das: Es reicht nicht, viel zu arbeiten. Es reicht auch nicht, viel zu verdienen. Entscheidend ist, wann das Geld kommt – und wann es geht.
Die Lösung heißt: Liquiditätsplanung. Klingt vielleicht nach Excel, Controlling und grauen Zahlen. Aber ehrlich? Es ist gar nicht so kompliziert – und es bringt dir etwas, das du als Freiberufler:in dringend brauchst: Sicherheit und Klarheit.

In diesem Beitrag zeig ich dir, wie du dir einen einfachen Überblick verschaffst, wie du Engpässe früh erkennst – und wie du deine Liquidität langfristig so planst, dass du ruhig schlafen kannst.


Was ist Liquidität überhaupt?

Liquidität bedeutet: Du hast genug Geld zur Verfügung, um deine laufenden Rechnungen zu bezahlen. Also Miete, Versicherungen, Tools, Honorare, Steuern – und natürlich auch dich selbst.
Und genau hier liegt der Haken: Gerade bei Freiberufler:innen schwanken die Einnahmen. Mal kommt ein großer Auftrag rein, dann herrscht wieder Funkstille. Und weil viele Rechnungen versetzt gezahlt werden (z. B. 14 oder 30 Tage nach Projektabschluss), kann es leicht passieren, dass auf dem Konto Ebbe ist – obwohl theoretisch Geld unterwegs ist.


Warum du als Freiberufler nicht „nur“ auf dein Konto schauen solltest

Wenn du einfach nur deinen Kontostand im Blick hast, bekommst du ein sehr verzerrtes Bild. Denn was heute auf dem Konto liegt, sagt nichts darüber aus, ob du nächste Woche noch liquide bist. Vielleicht steht eine fette Steuerzahlung an. Oder ein Kunde zahlt verspätet. Oder dein neues MacBook muss dringend her.

Deshalb brauchst du einen Blick nach vorn. Eine kleine Vorschau. Einen Plan.


So erstellst du eine einfache Liquiditätsübersicht – ganz ohne Buchhaltungsstudium

Du brauchst kein riesiges Finanztool. Ein einfaches Google Sheet reicht.

Erstelle zwei Spalten: Einnahmen und Ausgaben – auf Monatsbasis (oder wöchentlich, wenn du’s genauer magst). Trag in die jeweiligen Zeilen ein:

  • Was du bereits sicher weißt (z. B. laufende Verträge, Fixkosten)
  • Was du erwartest (z. B. offene Rechnungen, geplante Projekte)
  • Was wahrscheinlich fällig wird (z. B. Umsatzsteuervorauszahlung, Jahresbeitrag Software)

Dann summierst du Einnahmen und Ausgaben – und ziehst die Differenz. So siehst du: Bleibt was übrig? Oder wird’s knapp?

💡 Ich mach das einmal im Monat – und plane immer 2–3 Monate im Voraus. Das reicht, um Engpässe früh zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.


Was tun, wenn’s eng wird?

Du siehst, dass in zwei Monaten ein finanzielles Loch droht? Dann hast du jetzt noch Zeit zu reagieren.
Vielleicht verschiebst du eine Investition. Oder sprichst einen Bestandskunden an, ob ein Projekt vorgezogen werden kann. Oder du entwickelst ein kleines Zusatzangebot. Hauptsache, du wartest nicht, bis du ins Minus rutschst.

Und falls du Rücklagen hast: Jetzt ist der Moment, sie sinnvoll einzusetzen – dafür sind sie da!


Liquiditätsplanung = Selbstfürsorge

Früher hab ich sowas „nach Gefühl“ gemacht. Ich dachte, das reicht. Aber das Gefühl kann täuschen – besonders, wenn du mehrere Rechnungen gleichzeitig offen hast. Heute ist meine kleine Finanzvorschau fester Bestandteil meiner Monatsroutine. Und sie hat mir schon mehrfach den Hintern gerettet 😅

Das Beste daran: Es fühlt sich nicht nach Einschränkung an, sondern nach Freiheit. Weil ich weiß, wo ich stehe – und Entscheidungen viel souveräner treffen kann.


Kein Stress mehr vorm Monatsende

Liquiditätsplanung ist keine Raketenwissenschaft. Du musst kein:e Controller:in sein. Du brauchst nur ein bisschen Zeit, eine einfache Tabelle und den Willen, deine Finanzen aktiv zu gestalten.
Und hey: Auch wenn du heute „nur“ Solo unterwegs bist – mit einer soliden Planung legst du das Fundament für alles, was noch kommt. Mehr Kunden, größere Projekte, vielleicht ein Team. Alles beginnt mit Übersicht. Und Übersicht beginnt heute ✨

Bis bald – mit weniger Finanzstress und mehr Kontrolle über dein Business

 

Geschäftskredit als Freiberufler aufnehmen: So klappt’s wirklich

Viele Freiberufler zucken bei dem Wort „Kredit“ direkt zusammen. Klingt nach Schulden, Risiko, nach bürokratischem Albtraum. Aber weißt du was? Ein Kredit kann auch ein echter Wachstumstreiber sein – wenn du ihn gezielt, geplant und strategisch einsetzt.
Ich hab’s selbst erlebt: Ich wollte mein Business ausbauen, hatte ein paar große Ideen – aber mein Konto sagte nur: „Nice Try.“ Ohne Kapital wäre vieles einfach nicht möglich gewesen. Aber ich wusste auch: Ich will keine Fehler machen. Also hab ich mich reingefuchst – und heute erzähl ich dir, wie du als Freiberufler an einen passenden Geschäftskredit kommst, ohne den Kopf zu verlieren.


Warum ein Kredit nicht gleich „finanzielle Notlage“ bedeutet

Wir müssen mit einem Denkfehler aufräumen: Ein Kredit ist nicht nur für den Moment, in dem es „eng wird“. Im Gegenteil – viele erfolgreiche Selbstständige nehmen bewusst Kredite auf, um ihre Projekte zu finanzieren, bevor das Geld auf dem Konto liegt.

Das kann z. B. eine neue Website sein, ein Rebranding, Technik für einen Onlinekurs, die Beauftragung eines Freelancers – oder einfach ein Puffer, damit du nicht bei jedem Auftrag jonglieren musst.


Die Hürde: Freiberuflich = kein fester Job = kein Kredit?

So einfach ist es zum Glück nicht mehr. Klar, es ist schwieriger als für Angestellte mit unbefristetem Arbeitsvertrag – aber viele Banken und Plattformen haben inzwischen spezielle Angebote für Selbstständige. Du musst nur wissen, worauf es ankommt.

Was Banken (oder Plattformen wie auxmoney, Qonto, Kontist & Co.) wollen, ist ein klarer Nachweis:
➡️ Dass du weißt, was du tust
➡️ Dass du Einnahmen generierst
➡️ Dass du eine Idee hast, wohin du willst

Kurz gesagt: Verlässlichkeit und ein Plan.


Was du vorbereiten solltest, bevor du einen Kredit beantragst

Mach dir vorher ein paar Gedanken – das spart dir später jede Menge Hin und Her. Die Basics:

  • Deine aktuellen Einnahmen (idealerweise aus den letzten 12 Monaten)
  • Eine Übersicht über deine laufenden Kosten
  • Eine realistische Einschätzung: Wie viel Geld brauchst du – und wofür genau?
  • Und ja, ein kleiner Finanzplan oder zumindest eine Kalkulation, wie du den Kredit zurückzahlen willst

Klingt nach Arbeit? Ja. Aber du wirst sehen: Allein beim Aufschreiben merkst du schon, ob dein Vorhaben tragfähig ist oder nicht.


Welche Optionen du als Freiberufler wirklich hast

Je nach Summe, Laufzeit und Zweck gibt’s verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zur Hausbank gehen – das ist die klassische Variante, dauert aber manchmal etwas länger. Oder du nutzt digitale Anbieter, die auf Selbstständige spezialisiert sind und den Prozess deutlich schlanker machen.

Auch die KfW bietet Förderkredite – zum Teil mit Tilgungszuschuss oder besonders günstigen Zinsen. Hier läuft die Beantragung allerdings immer über eine Partnerbank. Für kleinere Beträge sind auch Mikrokredite interessant – zum Beispiel über den Mikrokreditfonds Deutschland.

Wichtig: Vergleich die Konditionen. Und wenn’s irgendwo hakt – frag nach. Du bist nicht weniger wert, nur weil du keine Festanstellung hast.


Mein Fazit – und eine persönliche Erfahrung

Ich hab damals einen Kredit über 10.000 € aufgenommen, um meine Technik zu erneuern und mein digitales Angebot neu aufzubauen. Die monatliche Rate war überschaubar – und die Umsätze, die ich damit angestoßen habe, waren nach ein paar Monaten deutlich höher als vorher.

Was ich sagen will: Wenn du eine Idee hast, die wirklich Potenzial hat, dann ist ein Kredit kein Risiko – sondern ein Hebel.

Natürlich immer mit klarem Kopf und Plan. Aber du musst nicht alles allein aus dem Cashflow stemmen. Manchmal ist Mut eben auch finanzierbar 💪


Du willst loslegen?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du gerade „kreditbereit“ bist – schreib mir gern. Ich bin kein Bankberater, aber ich weiß aus Erfahrung, worauf’s ankommt. Und manchmal hilft schon der Austausch, um zu merken: Hey, ich bin gar nicht so weit weg, wie ich dachte.

Bis bald – mit Vision, Plan und vielleicht ein bisschen Rückenwind vom richtigen Finanzierungspartner. Dein Alex


 

Preise erhöhen – ohne schlechtes Gewissen

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal überlegt habe, meine Preise anzupassen. Ich saß vor meiner Kalkulation, die deutlich gemacht hat: So wie’s aktuell läuft, funktioniert das auf Dauer nicht. Es war nicht nur eine Frage von „mehr verdienen wollen“, sondern ganz nüchtern betrachtet: Ich war unterbezahlt. Punkt.
Und trotzdem hatte ich ein mulmiges Gefühl. Was, wenn alle abspringen? Was, wenn keiner mehr bucht? Was, wenn ich überheblich wirke?

Heute sehe ich das ganz anders. Und wenn du auch mit dem Gedanken spielst, deine Preise zu erhöhen – oder es längst hättest tun sollen – dann bleib dran. Vielleicht tut dir dieser Perspektivwechsel gut.


Preis ist nicht nur Zahl, sondern Positionierung

Der Preis, den du für deine Leistung aufrufst, ist viel mehr als ein Betrag auf einer Rechnung. Er zeigt, wie du dich selbst siehst – und wie du gesehen werden willst.
Wenn du dich selbst unter Wert verkaufst, passiert oft genau das: Du wirst auch so wahrgenommen. Nicht weil du schlecht bist, sondern weil du mit deinem Preis ein Signal sendest.

Ich habe festgestellt, dass sich mit einer Preisanpassung oft nicht nur der Umsatz verändert – sondern die gesamte Zusammenarbeit. Kund:innen nehmen dich ernster, sind engagierter, respektieren deine Zeit mehr. Du ziehst andere Projekte an. Und ja, vielleicht springen ein, zwei Menschen ab. Aber oft sind das genau die, bei denen es sowieso immer irgendwie gezwickt hat.


Wie ich es konkret gemacht habe

Ich habe keine große Preisansage gemacht. Kein „Ab 1. Mai verdopple ich meine Stundensätze“. Stattdessen habe ich bei neuen Anfragen einfach mit dem neuen Preis kalkuliert. Ruhig, selbstverständlich – ohne zu rechtfertigen. Und siehe da: Niemand hat die Augenbraue gehoben. Die Nachfrage blieb stabil. Und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass meine Zeit wieder einen fairen Gegenwert hatte.

Bei Stammkund:innen war ich transparent. Ich habe erklärt, warum ich den Preis anpasse – weil sich mein Angebot weiterentwickelt hat, weil ich investiert habe (in Tools, Fortbildungen, Qualität) und weil ich nachhaltiger arbeiten möchte. Die meisten haben das verstanden. Einige sogar von sich aus gesagt: „War längst überfällig.“


Du darfst mehr verlangen – wenn du lieferst

Das hier ist kein Aufruf, plötzlich Fantasiepreise zu nehmen. Aber ein kleiner Reminder: Wenn du gute Arbeit machst, wenn du zuverlässig bist, wenn du mitdenkst und dich weiterentwickelst – dann ist es absolut legitim, dass sich das auch in deinem Honorar widerspiegelt.

Preise sind nicht in Stein gemeißelt. Sie wachsen mit dir. Und deine Kund:innen? Die wachsen im besten Fall mit.


Wenn du jetzt denkst: „Ich weiß nicht, wie ich das kommunizieren soll…“

…dann atme kurz durch. Es muss kein Drama sein. Kein Endlosgespräch. Oft reicht eine einfache, ehrliche Formulierung. Etwa so:

„Ich möchte dich wissen lassen, dass ich meine Preise zum [Datum] anpasse. Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, aber sie spiegelt die Weiterentwicklung meiner Leistungen und meines Angebots wider.“

Klingt sachlich, ehrlich, nicht anbiedernd. Und genau das ist der Punkt: Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen – du darfst informieren.


Fazit? Mach es. Aber mach es bewusst.

Wenn du spürst, dass deine aktuelle Preisstruktur nicht (mehr) zu dir passt, dann vertrau diesem Gefühl. Geh nicht aus Panik zu schnell, aber schieb es auch nicht ewig raus. Eine faire Bezahlung ist kein Luxus – sie ist die Grundlage dafür, dass du dein Business langfristig gesund führen kannst.
Und falls du dabei Unterstützung brauchst – schreib mir gerne. Manchmal hilft ein Blick von außen, um klarer zu sehen, was du eigentlich längst weißt.

Bis bald – mit klaren Preisen und einem sicheren Gefühl dabei
Dein Alex


 

Wenn plötzlich Schluss ist: Was tun, wenn ein Stammkunde abspringt?

Ich erinnere mich noch an den Tag. Mein größter Stammkunde – ein Projekt, das fast die Hälfte meines monatlichen Umsatzes ausgemacht hat – schrieb mir eine E-Mail mit dem Betreff: „Veränderungen in unserer Planung“. Ich wusste sofort, was kommt.
Der Vertrag wurde nicht verlängert. Nicht wegen schlechter Arbeit, nicht wegen Unzufriedenheit. Einfach, weil sich die Prioritäten verschoben haben. Zack, weg. Und mit dem Auftrag auch mein sicheres Gefühl.

Das kann jedem passieren. Und es ist kein Zeichen von Scheitern, sondern von Realität im freien Arbeiten.


Schock, Stille, Strategie

Im ersten Moment war ich natürlich kurz paralysiert. Ich hatte keine Panik – aber doch einen Kloß im Hals. So sicher ich mich in den Monaten davor gefühlt hatte, so schnell war klar: Jetzt muss ich handeln. Aber ohne kopflos zu werden.
Ich hab mir bewusst einen Tag genommen, um mich zu sammeln. Kein hektisches Posten, keine Rundmails, kein „Ich brauch dringend Aufträge!“. Stattdessen: Kaffee, Spaziergang, ehrlicher Blick auf meine Zahlen. Und dann eine Strategie. Was jetzt?


Auf einmal ist da Platz – und neue Energie

Was mir in dem Moment geholfen hat? Der Gedanke: Okay, das Projekt ist weg. Aber weißt du was? Jetzt ist Platz. Für Neues. Für andere. Für Ideen, die schon zu lange im Notizbuch vor sich hinschlummern.
Ich hab alte Kontakte durchgeschaut. Zwei, drei Menschen, mit denen ich lange nicht gesprochen hatte, einfach angeschrieben – ohne Verkaufsabsicht, einfach ehrlich. Und plötzlich kam Bewegung rein. Nicht sofort große Aufträge, aber Gespräch. Austausch. Möglichkeiten.


Vertrauen in die eigene Substanz

Das Wichtigste war für mich: Ich musste mir selbst wieder vertrauen. Denn ich wusste ja, was ich kann. Ich wusste, wie viele Projekte ich in den letzten Jahren gestemmt hatte. Warum sollte ich plötzlich „nichts mehr wert“ sein, nur weil einer gegangen ist?
Es klingt banal, aber manchmal vergisst man das im Alltag. Die eigene Kompetenz bleibt, auch wenn ein Kunde geht. Und ganz ehrlich: Manchmal ist genau dieser Moment die Tür zu etwas, das viel besser passt.


Mein Learning aus dem Wegfall

Heute plane ich anders. Ich versuche, mich nicht mehr zu sehr auf einen Kunden zu verlassen – selbst wenn die Zusammenarbeit super läuft. Ich habe bewusst kleinere Pakete entwickelt, die mehr Menschen ansprechen. Und ich kommuniziere regelmäßig nach außen, auch wenn ich ausgebucht bin – weil Sichtbarkeit nicht erst dann beginnen sollte, wenn’s brennt 🔥

Und vor allem: Ich weiß jetzt, dass ich auch solche Situationen überstehe. Nicht, weil alles sofort wieder glatt läuft – sondern, weil ich gewachsen bin. An der Situation. An mir.


Und jetzt?

Falls du gerade in so einer Situation steckst – ein großer Auftrag ist weg, eine Stammkundin verabschiedet sich, ein Projekt endet unerwartet – dann atme kurz durch. Es ist okay. Es ist nicht das Ende deines Businesses. Es ist vielleicht sogar der Anfang von etwas Besserem. 🌱
Schau, was du gelernt hast. Was dir jetzt wirklich wichtig ist. Und dann geh einen Schritt. Nicht zehn auf einmal – nur einen. Reicht für den Anfang.

Bis bald – mit frischem Mut und Platz für Neues
Dein Alex


 

Aus Dienstleistung wird Produkt: So entwickelst du als Freiberufler ein digitales Angebot mit Skalierungspotenzial

Ich bin’s, Alex – und heute reden wir über etwas, das viele Selbstständige sich wünschen, aber oft zu kompliziert finden:
👉 Ein eigenes digitales Produkt entwickeln.
Also: Statt nur auf Kundenaufträge zu warten, ein Angebot schaffen, das du immer wieder verkaufen kannst – ohne ständig neue Zeit zu investieren.

Ich hab’s selbst gemacht – und zeige dir heute,
✅ welche Produktideen für Dienstleister:innen gut funktionieren,
✅ wie du dein Wissen in ein digitales Format packst
✅ und wie du ohne Druck in den Verkauf starten kannst.


💡 Warum überhaupt ein digitales Produkt?

Wenn du freiberuflich arbeitest, hast du ein Problem:
Deine Zeit ist begrenzt – dein Einkommen damit auch.

Ein digitales Produkt ist…
✅ einmal erstellt, mehrfach verkauft
✅ unabhängig von Uhrzeit & Kalender
✅ ein super Einstieg für neue Kund:innen
✅ ein tolles Add-on für Stammkund:innen
✅ deine persönliche Expertise – skalierbar gemacht

💬 Kurz gesagt: Mehr Wirkung, ohne mehr Stunden.


🎯 Schritt 1: Finde dein Thema – es steckt meist schon in deiner Arbeit

Du brauchst nichts völlig Neues, sondern musst nur überlegen:
👉 Was erklärst du deinen Kund:innen immer wieder?
👉 Womit tun sich deine Wunschkund:innen schwer?
👉 Was hast du schon x-mal gelöst oder aufbereitet?

Beispiele:

BerufProduktidee
Texter:inMini-Workbook: „Wie du in 5 Schritten gute Website-Texte schreibst“
Webdesigner:inVideo-Tutorial: „So pflegst du deine WordPress-Seite selbst“
VACheckliste: „Tools & Prozesse für deinen Onlinekurs-Launch“
CoachE-Mail-Kurs: „10 Tage für mehr Fokus & Klarheit“
Ernährungsberater:inPDF-Guide: „Meal Prep für Berufstätige – ohne Stress“

💡 Tipp: Denk an kleine, konkrete Probleme – keine riesigen Mega-Kurse.


📦 Schritt 2: Wähle ein passendes Format

Du brauchst keinen aufwändigen Videokurs mit Hochglanz-Studio.

Starte einfach – z. B. mit:

✅ PDF-Workbook
✅ E-Mail-Kurs
✅ Mini-E-Book
✅ Template-Sammlung
✅ Checklisten
✅ Audiotraining
✅ Canva-Vorlagen
✅ Loom-Videoserie (Screencast)

💡 Je nachdem, wie du am liebsten arbeitest – und wie deine Zielgruppe konsumiert.


🧠 Schritt 3: Strukturieren statt „einfach drauflos“

Ein gutes digitales Produkt…

  1. löst ein konkretes Problem
  2. führt durch einen klaren Prozess
  3. liefert ein Ergebnis oder Aha-Moment

Beispiel für Aufbau:

  1. Einleitung: Was erwartet dich – und warum ist das wichtig?
  2. Schritt-für-Schritt-Inhalte: Verständlich & sofort umsetzbar
  3. Zusatzressourcen: Vorlage, Bonus-Tipp, FAQ
  4. Abschluss: Zusammenfassung + Einladung zum nächsten Schritt (z. B. 1:1-Angebot)

🧰 Schritt 4: Tools für die Umsetzung (auch für Einsteiger:innen)

Design & Inhalte:
– Canva (PDFs, Workbooks, Präsentationen)
– Google Docs / Notion (E-Books, Tutorials)
– Loom (Bildschirmaufnahme + Ton)
– Audacity oder GarageBand (für Audio)

Verkauf & Lieferung:
– elopage
– CopeCart
– Digistore24
– oder einfach per E-Mail + manuelle PayPal-Zahlung am Anfang

💡 Starte einfach. Du brauchst nicht sofort einen fancy Shop.


💸 Schritt 5: Preis festlegen – lieber klein starten als zu viel grübeln

Dein erstes digitales Produkt darf gerne zwischen 9 € und 59 € kosten – je nach Inhalt & Nutzen.
Wichtig ist:
✅ Der Preis soll nicht zum Nachdenken anregen, sondern zum Kaufen
✅ Es soll wertig wirken, aber kein Risiko sein

💬 Ich hab z. B. mal ein PDF-Template für 19 € verkauft – und war überrascht, wie gut das lief. Weil’s konkret, nützlich und sofort einsetzbar war.


🗣️ Schritt 6: Vermarkte es wie ein guter Tipp, nicht wie ein Werbespot

Du musst nicht schreien „JETZT KAUFEN!!!“
Sprich lieber so:

„Ich hab in letzter Zeit viele Fragen zu XY bekommen – deshalb hab ich einen kleinen Guide dazu erstellt. Falls dich das Thema auch betrifft: Hier lang 👇“

💡 Du kannst auch einen kleinen kostenlosen Content-Snack posten – und danach aufs Produkt hinweisen.


💬 Meine Erfahrung: Kleine Produkte öffnen große Türen

Ich hab meine ersten digitalen Produkte fast aus Versehen verkauft – weil ich Inhalte, die ich eh hatte, einfach mal hübsch verpackt hab.

Ergebnis:
✅ Mehr Leads
✅ Mehr Vertrauen
✅ Mehr Umsatz – ohne mehr 1:1-Zeit

Und: Viele Kund:innen kamen danach in die größere Zusammenarbeit.


Du brauchst kein Online-Business – nur eine gute Idee, gut verpackt

Dein Wissen ist wertvoll. Und wenn du’s smart strukturierst, kannst du anderen helfen – auch wenn du gerade im Urlaub, im Zug oder im Feierabend bist.

💬 Hast du schon eine Idee für ein digitales Produkt? Oder brauchst du Hilfe beim Einstieg? Schreib’s mir – ich geb dir gern Feedback oder brainstorme mit dir.

Bis bald – mit Produkten, die wirken und verkaufen. Dein Alex