Hallo zusammen, ich bin’s wieder – Alex. Heute geht es nicht direkt um Kredite oder Finanzierungen, sondern um etwas, das damit eng zusammenhängt: deine privaten Finanzen als Freiberufler.
Denn was bringt dir der beste Geschäftskredit, wenn du privat dauernd ins Minus rutschst? Oder andersrum: Wenn du privat finanziell solide aufgestellt bist, bekommst du bessere Konditionen – sowohl bei Banken als auch bei Kunden (ja, auch das spielt eine Rolle!).
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als Freiberufler deine privaten Finanzen stabilisierst, welche Tools helfen – und wie du dein Einkommen clever strukturierst.
Warum private Finanzplanung für Freiberufler so wichtig ist
Anders als Angestellte bekommst du als Freiberufler:
- ❌ Kein regelmäßiges Gehalt
- ❌ Keine automatische Krankenversicherung
- ❌ Keine betriebliche Altersvorsorge
- ❌ Keine Lohnfortzahlung bei Krankheit
Heißt im Klartext: Du musst deine Finanzen nicht nur doppelt planen – sondern doppelt absichern.
💡 Und genau deshalb lohnt sich ein bewusster Umgang mit den privaten Finanzen umso mehr.
1. Das wichtigste Konto überhaupt: Dein Rücklagenkonto
Ich weiß, „Rücklagen bilden“ klingt so spaßig wie „Zähne ziehen“ – aber es ist deine Rettung, wenn mal Flaute herrscht oder das Finanzamt plötzlich anklopft.
🔐 Was gehört in dein Rücklagenkonto?
- Einkommensteuer & ggf. Gewerbesteuer
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Altersvorsorge
- Urlaubsersatz (ja, du darfst auch mal frei machen)
- Private Notreserve (Auto kaputt, Waschmaschine explodiert, etc.)
💡 Tipp von mir: Lege dir mindestens 30–40 % deiner Einnahmen zur Seite, direkt bei Geldeingang. Am besten automatisch per Dauerauftrag.
2. Trenne privat und geschäftlich – unbedingt!
Ich sehe es immer wieder: ein einziges Konto für alles. Privat einkaufen, Geschäftsausgaben, Steuern – Chaos pur.
✅ Eröffne ein separates Geschäftskonto.
✅ Halte private und geschäftliche Buchung strikt getrennt.
✅ Nutze Tools wie Lexoffice, sevDesk oder FastBill, um den Überblick zu behalten.
💡 Warum das wichtig ist? Weil du nur so erkennst, wie viel du dir wirklich „auszahlen“ kannst, ohne dein Business zu gefährden.
3. Zahle dir ein (pseudo-)Gehalt aus
Du bist Freiberufler? Super. Dann bist du auch dein eigener Chef – also verhalte dich auch so.
💡 Zahle dir ein monatliches, festes „Gehalt“ aus deinem Geschäftskonto aus.
Das hat mehrere Vorteile:
- ✅ Du vermeidest Überentnahmen
- ✅ Du hast mehr Stabilität in deinen privaten Finanzen
- ✅ Du kannst besser planen (Miete, Lebensmittel, Sparrate etc.)
💡 Mein Tipp: Lieber konservativ einplanen – und bei einem guten Monat einen Bonus überweisen.
4. Altersvorsorge nicht vergessen (auch wenn’s nervt)
Ich weiß. Altersvorsorge ist das Gemüse der Finanzplanung – keiner hat Bock drauf, aber ohne wird’s später bitter.
Als Freiberufler bist du selbst verantwortlich. Und ja, es lohnt sich:
- ✅ Rürup-Rente (für viele steuerlich attraktiv)
- ✅ ETF-Sparplan (für flexible Altersvorsorge)
- ✅ Immobilien (wenn du dir langfristig Eigentum leisten kannst)
💡 Tipp: Schon mit 100–200 € im Monat baust du dir langfristig was auf – Hauptsache, du fängst an.
5. Kredite nur, wenn sie Sinn machen – auch privat
Privatkredite sind manchmal sinnvoll – zum Beispiel für:
- Ein neues Auto, das du auch beruflich brauchst
- Eine Weiterbildung
- Eine wichtige Anschaffung, die deine Lebensqualität verbessert
Aber: Mach keine Lifestyle-Finanzierung draus. Fernseher, neue Küche oder Sommerurlaub auf Pump? Lass es lieber.
💡 Tipp: Wenn Kredit, dann mit Plan – und nie über deine Verhältnisse.
Tools, die dir bei der privaten Finanzplanung helfen
📱 Finanzguru – verbindet all deine Konten und zeigt dir, was rein- und rausgeht
📱 Outbank – übersichtliches Haushaltsbuch
📱 YNAB („You Need A Budget“) – etwas nerdig, aber super für strukturierte Planer
📱 Tabellen-Fans: Einfaches Excel oder Google Sheets reichen oft aus
💡 Mein Setup: Ich nutze eine Kombination aus Geschäftskonto + Sparkonten + Excel. So sehe ich auf einen Blick, wie’s läuft.
Meine Erfahrung: Wer privat stabil steht, arbeitet entspannter
Ich hatte früher oft das Gefühl, dass ich „gut verdient habe“ – aber am Monatsende war trotzdem Ebbe. Warum? Weil ich keine Struktur hatte.
Seit ich meine privaten Finanzen wie mein Business behandle, läuft’s runder:
✅ Ich weiß, wie viel ich mir leisten kann
✅ Ich plane bewusster
✅ Und ich schlafe besser – weil ich weiß, dass ich vorbereitet bin
Fazit: Ordnung in den privaten Finanzen bringt dir beruflich einen Vorteil
Als Freiberufler brauchst du keinen Luxus – du brauchst Stabilität. Mit klarer Struktur, festen Rücklagen und einer guten Trennung von privat und geschäftlich baust du dir ein Fundament, auf dem du wachsen kannst.
💬 Wie gehst du mit deinen privaten Finanzen um? Hast du ein System, das für dich gut funktioniert? Teile es in den Kommentaren – ich bin gespannt!
Bis bald – und bleib finanziell wachsam 😉
Dein Alex
Wenn du möchtest, kann ich beim nächsten Mal z. B. über Kreditwürdigkeit gezielt verbessern oder strategisch investieren als Freiberufler schreiben. Sag einfach Bescheid!