Ich bin’s, Alex – und ich sag’s direkt: Steuern sparen ist kein Trick, sondern eine Frage von Wissen. Und genau das fehlt vielen Freiberuflern, weil sich die meisten nicht regelmäßig mit dem Thema beschäftigen (kann ich verstehen!).
Ich hab über die Jahre gelernt: Wer seine Zahlen kennt und weiß, was möglich ist, kann jedes Jahr mehrere Tausend Euro sparen. Ohne Trickserei, ganz legal – aber mit Köpfchen.
In diesem Artikel bekommst du meine persönliche Top 10 Liste an cleveren, oft übersehenen Steuertricks, die du als Selbstständiger unbedingt kennen solltest.
🧠 1. Investitionsabzugsbetrag (IAB) nutzen
Hatten wir neulich im Blog – aber ich sag’s nochmal:
➡️ Mit dem IAB kannst du geplante Investitionen bis zu 3 Jahre im Voraus steuerlich geltend machen.
💡 Spart dir im aktuellen Jahr Steuern, obwohl du das Gerät erst später kaufst. Gold wert!
🪑 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sofort absetzen
Alles, was unter 800 € netto kostet und betrieblich genutzt wird (Laptop, Monitor, Stuhl, etc.), darf sofort abgeschrieben werden.
➡️ Spart dir Buchhaltungsaufwand & bringt Steuervorteile im Jahr der Anschaffung.
🧾 3. Steuerfreie Betriebsausgaben nicht vergessen
➡️ Auch kleine Dinge summieren sich: Fachbücher, Fachzeitschriften, Messen, Arbeitszimmerbedarf, Fortbildungen, Tools, Hosting, Domains usw.
💡 Alles mit Beleg sammeln – auch digitale Quittungen!
🏠 4. Arbeitszimmer richtig ansetzen
Wenn du zu Hause ein separates Zimmer nur für dein Business nutzt, kannst du es absetzen – anteilig nach Wohnfläche.
➡️ Miete, Strom, Heizung, Versicherungen – das läppert sich!
💡 Wenn kein anderes Büro vorhanden ist, erkennt das Finanzamt das in der Regel an.
💸 5. Einnahmen ins nächste Jahr verschieben
Wenn du kurz vor Jahresende noch Rechnungen schreibst, die erst im Januar gezahlt werden, kannst du bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung diese Umsätze ins nächste Jahr legen.
💡 Spart dir Steuern im alten Jahr – ganz legal! Aber bitte sauber dokumentieren.
💳 6. Große Anschaffungen vorziehen
Andersherum kannst du auch Investitionen vorziehen, wenn dein Gewinn dieses Jahr zu hoch ist.
➡️ Beispiel: Du brauchst bald ein neues Notebook? Kauf es noch dieses Jahr, setz es gleich ab – und senk damit deinen Gewinn.
💡 Besonders sinnvoll, wenn du kurz vor einem höheren Steuersatz stehst.
🚗 7. Fahrten richtig dokumentieren – und absetzen
➡️ Dienstreisen, Kundentermine, Coworking-Space – alles lässt sich ansetzen:
– Kilometergeld (30 Cent/km)
– Öffis, Bahn, Flug, Taxi
– Verpflegungspauschalen
– Parkgebühren
💡 Fahrtenbuch oder digitale App nutzen (z. B. Driverslog, Fahrtenbuch.de)
💼 8. Betriebsausgaben splitten – privat/geschäftlich
➡️ Smartphone, Internet, Auto, Laptop – vieles wird gemischt genutzt. Kein Problem, wenn du den beruflichen Anteil dokumentierst.
💡 Beispiel: Handy 70 % geschäftlich = 70 % der Kosten absetzbar
Je genauer du schätzt (und dokumentierst), desto weniger Ärger bei Prüfungen.
👨⚕️ 9. Versicherungen clever nutzen
➡️ Berufshaftpflicht, Betriebsausfall-, Geräteschutz- oder Rechtschutzversicherung – alle sind voll absetzbar
➡️ Auch berufsbezogene Anteile von privaten Versicherungen (BU, Unfall, Rechtsschutz) können anteilig angesetzt werden
💡 Sprich mit deinem Versicherungsberater UND Steuerberater, was wirklich durchgeht.
🎓 10. Fort- und Weiterbildung aktiv absetzen
➡️ Online-Kurse, Coaching, Fachliteratur, Seminare – alles, was dich beruflich weiterbringt, ist Betriebsausgabe.
💡 Auch Hotel & Reisekosten zur Fortbildung sind absetzbar. Manche vergessen das komplett!
💬 Bonus-Tipp: Red mit deinem Steuerberater – oder finde einen!
Ich weiß, Steuerberater kosten Geld. Aber sie sparen dir meist deutlich mehr, wenn sie gut sind.
💡 Mein Tipp: Hol dir wenigstens einmal im Jahr einen Beratungstermin, um deine Planung zu checken und neue Möglichkeiten aufzudecken.
Meine Erfahrung: Du musst kein Steuerprofi sein – nur gut informiert
Ich war nie der Zahlen-Nerd. Aber seit ich mich Schritt für Schritt reingefuchst habe, spare ich jedes Jahr mehrere tausend Euro – einfach, weil ich weiß, was erlaubt ist.
💡 Die Basics reichen oft schon. Alles andere übernimmt die Software oder der Steuerberater.
Fazit: Wer Steuern versteht, hat mehr vom Geld
Steuern sind keine Strafe. Sie sind eine Pflicht – aber eine, die man gestalten kann.
Mit ein bisschen Wissen und den richtigen Tools behältst du den Überblick und sparst dir bares Geld.
💬 Kennst du noch einen Trick, der hier fehlt? Oder willst du einen der Punkte näher erklärt haben? Ab in die Kommentare – oder schick mir deine Fragen.
Bis bald – mit mehr Netto vom Brutto 💸
Dein Alex
Nächstes Thema gefällig?
🔸 Wie du dein Honorar richtig kalkulierst (inkl. Rechenbeispiel)
🔸 Förderprogramme für Freiberufler: Wo gibt’s Geld vom Staat?
🔸 Konto, Tools & Verträge: Dein Starterpaket als angehender Selbstständiger