Hey Leute, ich bin’s, Alex – und heute geht’s um eine dieser Situationen, in die man nie kommen will, aber trotzdem immer wieder kommt: Das Finanzamt fordert eine saftige Nachzahlung – und auf dem Konto herrscht Ebbe.
Wenn du Freiberufler bist, kennst du das vielleicht: Du hast gut verdient, aber irgendwie ist das Geld in Projekte, Miete, Technik oder Werbung geflossen. Und dann flattert ein Steuerbescheid rein – und du brauchst schnell Geld.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du einen Kredit zur Steuerzahlung nutzen kannst, welche Optionen es gibt, und was du lieber lassen solltest.
Wann lohnt sich ein Kredit zur Steuerzahlung?
Ein Kredit ist nicht immer die beste Lösung – aber manchmal ist es die realistischste. Nämlich dann, wenn:
✅ Du keine Rücklagen hast
✅ Das Finanzamt dir keine oder nur kurze Stundung gewährt
✅ Du den Betrag in den nächsten Monaten nicht spontan erwirtschaften kannst
✅ Du deine Bonität retten willst, indem du pünktlich zahlst
💡 Wichtig: Es geht hier nicht um Spaßkredite – sondern um Schadensbegrenzung und Liquiditätssicherung.
Welche Möglichkeiten gibt es, die Steuern zu finanzieren?
✅ 1. Ratenzahlung beim Finanzamt beantragen (immer der erste Schritt!)
Bevor du an Kredite denkst, solltest du immer versuchen, mit dem Finanzamt zu verhandeln.
🔁 Möglich, wenn du:
- Die Forderung nicht leugnest
- Einen realistischen Zahlungsplan vorlegen kannst
- Zeigst, dass du willig bist zu zahlen
💡 Tipp: Nutze dazu das ELSTER-Postfach oder ruf beim Sachbearbeiter direkt an. Höflich, offen, ehrlich.
✅ 2. Dispokredit oder Kontokorrentkredit nutzen
Schnell verfügbar – aber teuer. Zinsen liegen oft bei 10–14 %.
🔎 Geeignet für kleinere Beträge (z. B. < 2.000 €), die du in den nächsten Wochen zurückzahlen kannst.
💡 Tipp: Nur kurz nutzen und direkt ausgleichen, wenn Einnahmen reinkommen.
✅ 3. Kurzfristiger Ratenkredit zur Steuerzahlung
Banken vergeben Ratenkredite auch für den Zweck „Steuern zahlen“ – du musst das oft gar nicht groß begründen.
🔎 Wo?
- ING
- DKB
- Targobank
- Smava / Verivox (Vergleichsportale)
- Auxmoney (auch bei schwieriger Bonität)
💡 Vorteil: Feste Raten, planbare Rückzahlung, keine sofortige Volltilgung wie beim Dispo.
✅ 4. Kredit von privat (P2P/Crowdlending)
Wenn Banken zögern: Plattformen wie auxmoney oder Lendico bieten Kredite von privaten Investoren.
📋 Du musst deine Situation erklären – viele Investoren zeigen Verständnis für Selbstständige.
💡 Tipp: Bereite deine Unterlagen gut vor – Transparenz ist das A und O.
✅ 5. Factoring oder Umsatzvorfinanzierung
Wenn du offene Rechnungen hast, kannst du sie verkaufen und sofort Liquidität schaffen.
🔎 Anbieter: Billie, Fundflow, A.B.S. Global Factoring
💡 Ideal, wenn du Kunden hast, die erst in 30 oder 60 Tagen zahlen – du brauchst aber jetzt Geld.
Was du beim Kredit zur Steuerzahlung beachten musst
🧠 1. Nimm nur so viel auf, wie du wirklich brauchst
Klingt logisch – aber in Panik greifen viele zu hohen Beträgen. Denke an die Rückzahlung!
📅 2. Plane realistisch – lieber 12 Monate Laufzeit als zu kurze Tilgung
📉 3. Nicht zu spät handeln
Wenn die Mahnung kommt oder sogar die Vollstreckung droht, wird’s richtig unangenehm – dann brauchst du u. U. eine SCHUFA-freie Finanzierung.
🛑 4. Vermeide „Sofortkredit ohne Bonitätsprüfung“
Klingt verlockend – ist aber meistens unseriös. Finger weg von Angeboten mit Vorkasse oder aggressiver Werbung!
Was, wenn du keine Finanzierung bekommst?
Falls du weder beim Finanzamt noch bei der Bank Erfolg hast, gibt’s noch ein paar Wege:
🔸 Einnahmen sofort pushen:
– Altkunden anrufen
– Rabattaktionen starten
– offene Rechnungen eintreiben
🔸 Private Hilfe organisieren:
– Partner, Familie, Freunde fragen (aber schriftlich festhalten!)
🔸 Letzter Ausweg: Stundung + Ratenzahlung + Nebenjob kombinieren
Nicht schön, aber besser als eine Vollstreckung durch das Finanzamt.
Meine Erfahrung: Ich hab mal den Fehler gemacht, es zu ignorieren
Vor ein paar Jahren kam eine Steuernachzahlung über 3.800 €. Ich dachte: „Ich hab ja noch ein paar Wochen.“
Spoiler: Hatte ich nicht.
Zack – Mahnung. Dann Androhung von Vollstreckung. Ich bin fast durchgedreht.
Was hab ich gemacht?
✅ Ratenzahlung mit Finanzamt ausgehandelt
✅ 2.000 € über Auxmoney finanziert
✅ Einnahmen durch Not-Projekte reingeholt
Seitdem: Steuerrücklage first. Immer. Punkt.
Fazit: Steuern zahlen – auch wenn’s schwerfällt
Ein Kredit zur Steuerzahlung ist nicht schön – aber manchmal notwendig. Wichtig ist, dass du früh reagierst, deine Optionen kennst und nicht den Kopf in den Sand steckst.
Du hast mehrere Wege – nutze sie, bevor es zu spät ist.
💬 Warst du schon mal in einer ähnlichen Situation? Wie hast du’s gelöst? Schreib’s in die Kommentare – vielleicht hilfst du damit jemandem, der gerade nicht weiterweiß.
Bis bald – mit geordneter Buchhaltung und weniger Stress 😅
Dein Alex